Wir wissen, dass Chile über eine große Vielfalt an Landschaften und Erkundungs-Routen verfügt. Umso besser, wenn wir uns mit dem Fahrrad auf die Reise begeben.
Das Radfahren in den Bergen bei Santiago ist eine der Lieblingsbeschäftigungen von Touristen, die nach Chile kommen. Umgeben von der Andenkordillere, bietet Santiago einige der für diese Sportart geeignetsten Routen.
Die besten Gegenden für den Radsport sind Senken, die bei der Abfahrt inmitten einer großzügigen Vegetation Hindernisse aufweisen, welche für Adrenalinausschüttung sorgen. Zwei der meistbesuchten Orte sind das in Pirque gelegene, 45 km von Santiago entfernte Naturschutzgebiet Río Clarillo, wie auch die 68 km von der Hauptstadt distanzierte Lagune Aculeo, welche über mehr als 40 Kilometer bereit stellt, die ideal zum Radfahren sind. Inmitten der Stadt, ist der Parque Metropolitano Favorit der „Santiaguinos".
Im Norden, etwa 150 km von Arica, entfernt, kann man Putre und Parinacota auf zwei Rädern erkunden. Vorsicht! Aufgrund der Höhe und der wechselhaften klimatischen Bedingungen des Andenhochlands ist es nötig, über eine gute körperliche Fitness zu verfügen.
In den nördlichen Pampas befindet sich in einer Distanz von 47 km zur sonnigen Stadt Iquique,die verlassene Salpetersiedlung Humberstone. Abgesehen von der Gelegenheit, bei diesem Besuch etwas zu lernen, und Zeuge der Lebensbedingungen der Blütezeit des Salpeter-Booms im 19. Jahrhundert zu werden, können Sie mit Ihrem Rad, auf der eigens für Radfahrer eingerichteten Spur trainieren.
Zudem können Sie die Grenze zwischen Chile und Argentinien mit dem Fahrrad überschreiten. Es gibt Agentouren, die eine Überfahrt realisieren, welche das Elqui-Tal durchquert, am Grenzposten Agua Negra auf 4700 m.ü.M. nach Argentinien übersetzt, um später über den Los Libertadores-Pass nach Chile zurückzukehren und die Kordillere hinunter zu radeln. Nur etwas für die Mutigsten.
Im Süden kann man den Llanquihue-See von Puerto Varas aus nach Puerto Octay und bis zu den Wasserfällen von Petrohue umfahren, wobei – stets mit dem Vulkan Osorno als Zeugen – eine spektakuläre Landschaft geboten wird.
Danach kommt die Carretera Austral, ein verstecktes Paradies und Leckerbissen für Radliebhaber. Man muss bedenken, dass dies eine äußerst schwere Strecke darstellt, und genau aus diesem Grund so attraktiv macht.
Im Südlichen Patagonien kann man das Rad nehmen und vom in der Nähe des Nationalparks Torres del Paine gelegenen Puerto Natales aus, zu den alten Kühlanlagen von Puerto Bories, und sogar bis zur bekannten Höhle des Mylodons strampeln (4 bzw. 26km).
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