Die beeindruckendsten Kirchen Chiles befinden sich auf dem Chiloé. Aufgrund ihres architekturhistorischen Wertes haben sie sich zu einem „Muss" der touristischen Routen entwickelt, besonders die 16 von ihnen, die auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen. Unversäumbar sind: die Kirche von Achao, da sie die Älteste ist und komplett ohne Nägel erbaut wurde; die Kirche Castro, aufgrund ihres neo-gotischen Stils; sowie die Kirche von Quinchao, welche die Größte ist. Sie wurden von den Jesuiten im 18. Jahrhundert errichtet und unter Verwendung lokaler Holzarten angefertigt. Einige sind etwas bunter und weisen die für Chiloé typischen Holzschindeln auf, andere sind mit originell gestalteten Heiligenfiguren dekoriert. Sie zu besuchen bedeutet, ein Stück der Kolonial-Geschichte Chiloés kennen zu lernen.
Die nördlichen Regionen zeichnen sich durch ihre im Hochland der Anden gelegenen Kirchen aus. Besonders bemerkenswert ist die aus Adobe und Stein gefertigte Kirche von Parinacota, deren Glockenturm und beeindruckenden Wandgemälde aus dem 18. Jahrhundert stammen.
Im winzigen Ort Chiu Chiuliegt eine der schönsten Kirchen des Landes versteckt. Die Kirche des Heiligen Franziskus gehört zur Kultur der Atacameños, wobei ihr aus dem Holz lokaler Kaktusarten gefertigtes Dach Aufmerksamkeit verdient. Auch San Pedro de Atacama hütet eine auffallend weiße, aus Adobe gefertigte und aus der Kolonialzeit stammende Kirche.
Einer der obligatorischen Besichtigungsgänge führt in Santiago, zur Plaza de Armas mit ihrer Ehrfurcht gebietenden Kathedrale, die im hektischen Zentrum der Hauptstadt einen Ort der Ruhe und Geschichte darstellt. Sie wurde von den ersten spanischen Eroberern entworfen und vom Architekten Antonio Acuña gebaut, wobei die Fassade auf den italienischen Architekten Joaquín Toesca zurückgeht. Ein nicht aufzuschiebender Besuch gebührt in Santiago der Kirche des Heiligen Franziskus, erbaut im klassischen Stil der Kolonial-Architektur des 16. und 17. Jahrhunderts. Hier wird ein Gemälde der Virgen del Socorro aufbewahrt, welches Pedro de Valdivia, der Eroberer Chiles, mit sich brachte. Die Kirche wurde vom aus Peru eingereisten Franziskaner Orden gegründet und verfügt über ein Museum mit Kunst der Kolonialzeit, welches eine wertvolle Gemäldesammlung umfasst.
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