Von den neun momentan in Chile existierenden Ethnien stellen die Mapuche die zahlenmäßig Größte dar. Sie erlangten Bekanntheit Dank ihres unzähmbaren Willens, welcher sie dazu antrieb, den spanischen Eroberern über mehr als drei Jahrhunderte erfolgreich Widerstand zu leisten. Viele bewahren noch immer ihre Traditionen und ihre Sprache, das Mapudungun.
In den letzten Jahren ist der eine Stunde von Temuco, entfernte Budi-See zu einem etnisch interessanten Zielort geworden. Hier kann man in einer Ruka übernachten, die authentische Kochkunst der Mapuche probieren und aus erster Hand ihre Kultur kennenlernen. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Mapuche und ihr Kunsthandwerk erfahren wollen, ist das Mapuche-Museum von Cañete, einem 135 km von Concepción, entfernten und in dem Gebiet des Biobío angesiedelten Ort, eine ausgezeichnete Adresse.
Die aymaras siedeln im Hochland, Anden in kleinen, trockenen Ortschaften wie u.a. Putre, Parinacota, Isluga und Colchane. Cariquima gehört zu den am besten erhaltenen Orten und verfügt über eine schöne Kirche, Häuser mit Strohdächern, ein kleines Museum und einer organisierten Aymara-Gemeinde, welche gern Reisende empfängt. Hier kann man die Frauen beim Weben farbenfrohen Kunsthandwerks beobachten und eines der klassischen Aymara-Rezepte probieren, Kamelidenfleisch (vom Llama oder Alpaca) mit Quinoa.
Auf der Osterinsel kann man dem Volk der Rapa Nui begegnen, welche zwischen geheimnisvollen Moais siedeln, wobei Sie ihrer Mythologie, Tänzen, Musik und Sprache unter Anleitung der Einheimischen selbst näher kommen. Beschreiten Sie den Pfad ihrer Geschichte im Anthropologischen Museum Pater Sebastian Englert.
Am südlichen Ende der Welt leben in Patagonien, noch wenige Yaganes, wo vor 8000 Jahren ihre Vorfahren mit ihren Kanus das erbarmungslose Klima und die Kälte der Kanäle Feuerlands heraus forderten.
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